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Bürgerbefragung zum Ratsbegehren

Stellen Sie Ihre Fragen zum Ratsbegehren bezüglich der zukünftigen Ausrichtung der Grundschullandschaft in der Gemeinde Nersingen.
 
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Ratsbegehren

 
Hier erscheinen die Fragen, die Bürgerinnen und Bürger zum Ratsbegehren bezüglich der zukünftigen Ausrichtung der Grundschullandschaft in der Gemeinde Nersingen gestellt haben sowie die entsprechende Antwort der Gemeindeverwaltung.
 
Wenn auch Sie eine Frage zu diesem Thema haben, können Sie diese gerne stellen.
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Fragen und Antworten

 

 Fragen zur Pädagogik

BürgerIn aus Unterfahlheim fragt:
Welche anderen modernen päd. Konzepte, die auf unsere bestehende Schullandschaft anwendbar wären (mit 3 Grundschulen und auch einzügigen Klassenstufen), wurden von der Gemeinde geprüft und warum hat man sich dagegen entschieden?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Die Gemeinde hat die Schulleitungen gebeten, mit den Kollegien das für die Gemeinde Nersingen optimale zukunftsorientierte Konzept zu entwickeln. Aus diesem Grund gab es 2018 die Zukunftswerkstatt mit Prof. Dr. Burrow an dem alle drei Schulen, die Kollegien, Vertreter der vier Elternbeiräte und Vertreter der Gemeinde beteiligt waren.  Auch die Ideen der Schüler wurden im Vorfeld gesammelt und sind mit eingeflossen. Nach der Entwicklung des Konzeptes wurden gezielt Schulen besucht. Aus diesem Grund gab es keine Konzepte aus denen ausgewählt werden musste, da man ein eigenes für die Schullandschaft passendes entwickelt hat. 


 

BürgerIn aus Unterfahlheim fragt:

An welchen Grundschulen wird das päd. Konzept "Lernlandschaften" angewandt, bzw. welche Grundschulen wurden von der Schulleitung besucht?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Das Konzept der Lernlandschaften gibt es schon lange und wird an Grundschulen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol umgesetzt. 
Die Schulleitung selbst hat aus diesem Grund mit Lehrkräften explizit die Volksschule in Bechhofen (Grund- und Mittelschule), das Haus des Lernens SBW Primaria St. Gallen und das Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen besucht. Weitere Informationen haben die Schulleitungen vom Austausch mit verschiedenen Kolleginnen, von zahlreichen Fortbildungen und Schulleiterkongressen, aus Fachzeitschriften und den Erfahrungen als Evaluatorin an anderen Schulen. 

 
BürgerIn aus Unterfahlheim fragt:

Die Bayerische Lehrerbedarfsprognose von 2021 belegt, dass ab 2025 kein Grundschullehrermangel mehr in BY herrscht, sondern ein Überschuss. Warum wird jedoch das Gegenteil als Argument von der Schulleitung für die Schulschließung Ofh aufgeführt? 

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Die Lehrersituation an Bayerns Schulen führt immer wieder zu Diskussionen. 
Die "Bayerische Lehrerbedarfsprognose" (BLP) erscheint jedes Jahr und ist ein Blick in die Zukunft. Denn anhand von Kennzahlen wie der Klassengröße und dem Verhältnis zwischen Schülerzahlen und Lehrerstellen berechnet das Kultusministerium, den jährlichen neuen Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern für jedes einzelne der nächsten zehn Jahre für alle Schularten. 
In der neuesten BLP von 2021 wird für das in der Frage genannte Jahr 2025 prognostiziert, dass an bayerischen Grundschulen 1.610 neue Lehrer gebraucht werden und dass in ganz Bayern 1.860 Lehrer eingestellt werden sollen. Die Einstellungszahlen sind immer unter der Bedingung zu lesen, dass der bayerische Landtag das Geld für die Stellen auch bewilligt und die Personen tatsächlich zur Verfügung stehen.
Zudem sind weitere, äußere Faktoren derzeit noch nicht absehbar. Insbesondere wird sich die Frage stellen, wie sich beispielsweise der Zustrom der ukrainischen Kinder auf den Lehrerbedarf auswirkt. 
All das sind wichtige Variablen und Fragen, die darüber entscheiden, ob in drei Jahren dem Lehrermangel erfolgreich entgegenwirkt werden konnte oder ob er doch noch etwas länger eine Herausforderung für die Schullandschaft darstellt.
 
Weiterführenden Informationen können Sie der aktuellen Lehrerbedarfsprognose von 2021 auf der Homepage des Kultusministeriums entnehmen.
 
 
BürgerIn aus Unterfahlheim fragt:
Nersingen und auch Straß haben bereits eine Zweizügigkeit. Warum wird das angestrebte päd. Konzept nicht jetzt schon dort erprobt? Genügend Platz für Lernlandschaften und Marketplaces gibt es in beiden Schulen - bzw. die Pädagogen würden sicher einen kreativen Weg finden, wie man diese Lernlandschaften simulieren könnte.

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Die Grundschule Nersingen ist seit Jahren zweizügig, die Grundschule Straß ist nicht durchgängig zweizügig, sondern hat in manchen Jahrgangsstufen nur eine Klasse. 
Das angestrebte pädagogische Konzept wird bereits seit 2019 in Teilbereichen, wo es möglich ist, an den Grundschulen Nersingen und Straß umgesetzt. Es funktioniert an der Grundschule Nersingen aber nur in Ansätzen, da die freien Räume (Aula, Gruppenraum, etc.) nicht immer vor oder neben den Klassenzimmern sind und man aufgrund der Aufsichtspflicht dann zusätzliches Personal benötigt.
Während der letzten beiden Jahre hat zudem der Rahmenhygieneplan an Schulen das gemeinsame Arbeiten unter den Klassen nicht erlaubt, weswegen das freie Arbeiten erst jetzt wieder beginnen kann.
 
 

 Fragen zum baulichen Aspekt

BürgerIn aus Unterfahlheim fragt:

Die GS Straß ist ebenso sanierungsbedürftig. Warum wurde hierbei nicht ebenso die Schließung der GS Straß bedacht, um Kosten, Lehrer Verwaltung und Aufwand einzusparen?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Im Vergleich zur Grundschule Oberfahlheim ist das Gebäude der Grundschule in Straß in einem deutlich besseren Zustand und stellt bei weitem keinen so großen Sanierungs- bzw. Unterhaltungsaufwand dar. 
 
 

 Fragen zu Zahlen und Daten

BürgerIn aus Leibi fragt:

Mit welchen Mehrkosten ist bei parallelem Schulbetrieb Nersingen und Oberfahlheim ungefähr zu rechnen, wenn alle Kosten (Reparaturen und Unterhalt des Gebäudes, Kosten für zusätzliche Lehrkräfte ect.) einberechnet werden und wer trägt diese? Werden hier die Eltern, die die Schule in Oberfahlheim unbedingt erhalten wollen, zusätzlich an den Kosten beteiligt?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Mehrkosten entstehen bei einer möglichen Sanierung von beiden Schulen auf die Dauer der Maßnahmen durch das Vorhalten von entsprechenden mobilen Ersatzräumlichkeiten. Hier kann zum jetzigen Zeitpunkt von einem mittleren bis hohen 6-stelligen Betrag ausgegangen werden.
Bei einem weiterlaufenden Parallelbetrieb von zwei fertig sanierten Schulgebäuden fallen gegenüber einer erweiterten Grundschule, bezogen auf den Bruttorauminhalt, prognostizierte jährliche Mehrkosten von ca. 170.000,00 Euro zzgl. jährlicher Kostensteigerungen an.
Die Zahl ergibt sich aus der durchschnittlichen Kostenentwicklung über mehrere Jahre aus folgenden Bereichen: Unterhalt, Bewirtschaftung, Investitionen, Personal (gemeindeeigene Mitarbeiter), Ausstattung, Sachausgaben, Bürobedarf, Lehr- und Unterrichtsmittel sowie Strom- und Heizkosten.
Ein möglicher Erweiterungsbau an der Grundschule in Nersingen wäre somit nach ca. 11-12 Jahren, inkl. einem mittleren Kostensteigerungsfaktor allein durch die Einsparung der Mehrkosten amortisiert.
Der mittlere Kostensteigerungsfaktor bezieht sich auf die bereits erwähnte Kostenentwicklung aus den Vorjahren.
Lehrkräfte sind hier nicht berücksichtigt, weil diese nicht bei der Gemeinde Nersingen angestellt sind.
Die Mehrkosten trägt wie bisher auch die Gemeinde Nersingen.
Eine direkte Beteiligung der Eltern an den Kosten erfolgt nicht. 

 

 

 Organisatorische Fragen

BürgerIn aus Oberfahlheim fragt:

Bei Schließung der Grundschule Oberfahlheim: Welcher Grundschule (Strass oder Nersingen) würde mein Kind zugeordnet werden? Gilt gleicher Sprengel für alle Fahlheimer Kinder?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Bei einer Schließung der Grundschule Oberfalhlheim würde die Gemeinde in Absprache mit dem Schulamt und der Regierung von Schwaben einen neuen Schulsprengel für die Ortsteile Ober- und Unterfahlheim festlegen. Je nachdem in welchem Sprengel die Kinder dann wohnen, würden sie an die Grundschule Nersingen oder an die Grundschule Straß gehen. Nachbarkinder bleiben somit auf alle Fälle in der gleichen Schule und können auf Wunsch auch in die gleiche Klasse gehen.
 

 

BürgerIn aus Nersingen fragt:

Werden bei einer Schließung der Fahlheimer Schule die Kinder auf die verbleibenden Schulen aufgeilt oder kommen diese geschlossen an die Nersinger Grundschule? Gibt es Pläne einer Änderung der Sprengeleinteilung wenn es nur noch zwei Grundschulen wären?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Aktuell gibt es noch keine Pläne zur Änderung des Sprengels, da eine Entscheidung durch das Ratsbegehren noch aussteht. Zur Einteilung der Schüler, siehe Antwort zur obigen Frage.

 

 

BürgerIn aus Oberfahlheim fragt:

Kann der Klassenverbund (inkl. der Lehrer) bei einem Grundschulwechsel beibehalten werden?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Da es die aktuellen Klassen und die Klassen der kommenden 4 Jahre noch nicht betrifft, kann zum jetzigen Zeitpunkt dazu keine Aussage getroffen werden.

 

 

BürgerIn aus Oberfahlheim fragt:

Ist eine freie Grundschulwahl innerhalb der Großgemeinde Nersingen möglich?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Nein, die Schülerinnen und Schüler müssen die Grundschule besuchen, in deren Sprengel sie wohnen. Aus diesem Grund ist es ein Ziel der Gemeinde Nersingen, an allen Schulen nach Unterrichtsschluss das gleiche Betreuungsangebot anzubieten.

 

 

BürgerIn aus Oberfahlheim fragt:

Wird es sichergestellt, dass bei Schulschliessung der GS Oberfahlheim und Erweiterung GS Nersingen, keine Kinder in Containern unterrichtet werden? Also die Kinder solange in der GS Oberfahlheim verbleiben, bis die Erweiterungen in Nersingen abgeschlossen sind?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Bei einer möglichen Schulschließung in Oberfahlheim gehen wir zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass keine Schüler in Ersatzräumlichkeiten (Containeranlagen) unterrichtet werden müssen. 
Die Grundschule Nersingen wird zuerst entsprechend erweitert, danach werden die Nersinger Schüler die Erweiterung als Ersatzräumlichkeiten für die Sanierung der restlichen Grundschule nutzen. Im Anschluss, wenn die Grundschule Nersingen erweitert und saniert wurde, ziehen die Schulkinder aus der Grundschule Oberfahlheim um.

 Sonstige Fragen

BürgerIn aus Unterfahlheim fragt:

Gibt es bereits ein Konzept, was mit dem Areal passiert, sollte der Schulbetrieb in Oberfahlheim eingestellt werden? Die Halle wird auch vom VFR Unterfahlheim für Vereinssport genutzt, wie geht es dann hier weiter?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Für ein ausgearbeitetes Konzept ist es derzeit noch zu früh. Es gibt allerdings Überlegungen auf Verwaltungsebene, einen Teil des Gebäudes umzufunktionieren, beispielsweise als „Haus der Vereine“ mit einem Probenraum und/oder Sportraum und vielleicht noch die Möglichkeit eines „Dorfladens“ zu installieren. Zudem könnte man vor dem Gebäude einen Dorfplatz mit kleinem Amphitheater für Vorführungen und Konzerte im Sommer planen. Hierbei handelt es sich aber, wie bereits erwähnt, nur um Ideen für eine mögliche Nachnutzung, da letztendlich der Gemeinderat darüber entscheiden muss.

 

BürgerIn aus Leibi fragt:

Die Ortsteile haben folgende Einwohnerzahlen (Stand 1915):Nersingen: 3290 Straß: 2675 Leibi: 1998 Unterfahlheim: 911 Oberfahlheim: 822 Geht man nach den Einwohnerzahlen, müsste auch im Ortsteil Leibi eine Grundschule realisiert werden, wenn die Grundschule in Oberfahlheim weiter bestehen bleibt.

Frage: Ist damit zu rechnen, dass im Ortsteil Leibi auch eine Grundschule eingerichtet wird?

 

Antwort der Gemeindeverwaltung:

Wir gehen davon aus, dass die Einwohnerzahlen aus 2015 stammen und es sich um einen Tippfehler handelt. Derzeit bestehen keine Planungen über den Bau einer Grundschule im Ortsteil Leibi.

 

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